Neurodermitis bei Kindern: Symptome, Ursachen, Alltag mit der Erkrankung und Heilung - HILFE zur SELBSTHILFE

Neurodermitis gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter – etwa jedes zehnte Kind in Deutschland ist betroffen, am häufigsten erkranken Kinder zwischen 3 und 6 Jahren.
Anders als bei Babys (dazu folgt noch ein eigener Artikel) verändert sich das Erscheinungsbild bei älteren Kindern oft, und es kommen neue Herausforderungen im Alltag dazu – Gewohnheiten von den Eltern oder Großeltern, die die Kinder „abschauen“, Umfeld wie Kindergarten, Schule, Freundschaften.
Hier bekommst du einen Überblick, worauf es jetzt ankommt.
Hilfe zur Selbsthilfe – ein Recht das jedem Kind und Erwachsenen zusteht!

Wie sich Neurodermitis bei Kindergarten- und Schulkindern zeigt

Mit zunehmendem Alter verändert sich oft, wo und wie sich Neurodermitis zeigt. Typisch für Kindergarten- und Schulkinder:

  • Verdickte Haut durch beständiges Kratzen, vor allem an Händen, Nacken und in den Kniekehlen
  • Austritt von Flüssigkeit (Serum, manchmal auch Blut) aus stark gereizten Stellen
  • Faltige, schuppige Haut, oft auch unter den Augen
  • Nächtlicher Juckreiz, der zu Schlafstörungen führt – mit Folgen für Konzentration und Verhalten am Tag
  • Gestresstes Kind – oft auch aggressiv obwohl es sonst „ein Engel ist“. 

Das Schlimme ist; nicht nur die Kinder leiden, auch die Eltern sind oft am Ende und wissen sich oft nicht mehr zu helfen – in der Hoffnung Hilfe zu bekommen – gehen die Eltern mit dem Kind zum Hautarzt, der dann meist nicht „das verschreibt“ was wirklich hilft.
Er tut sicher sein Bestes – doch die Erfahrung zeigt; meist wird das Symptom behandelt, nicht die Ursache und meist nach Jahren hat das Kind was dann Erwachsen ist – noch immer mit Neurodermitis zu „kämpfen“.
Auf dieser Seite geht es NICHT um Symptome, sondern wir gehen an die Ursache und zwar ein für allemal.

Die "Etagen-Verschiebung": Wenn sich das Krankheitsbild verändert

Bei manchen Kindern verändert sich die Symptomatik mit dem Alter – Fachleute sprechen von einer „Etagen-Verschiebung“:
Aus der Neurodermitis heraus entwickeln manche Kinder zusätzlich Allergien gegenüber Lebensmitteln, Hausstaub oder Tierhaaren, teils auch Heuschnupfen oder Asthma.

Jeder sollte sich fragen WAS ist denn Neurodermitis?

Was ist der Auslöser?
Was verstärkt es und was verbessert es?

Die meisten Eltern und auch Ärzte denken bei Neurodermitis, Heuschnupfen oder Asthma etc. als letztes an die Ernährung.
Schade – denn die Erfahrung zeigt – dass gerade die Ernährung eine maßgebliche Rolle spielt.

Schon nach ein paar Tagen – kann es passieren dass ein Kind weniger Juckreiz verspürt, die Haut sich verändert.
Die schlimmsten Nahrungsmittel bei Neurodermitis sind; Weizen, Fertigprodukte, Zucker und Milchprodukte in jeglicher Form. 
Teste es – 4 Wochen bekommt dein Kind kein Weizen, keine Milchprodukte und keinen Zucker – Zucker nur in Form von reifen Früchten oder frisch gepressten Säften! Keine Tetrapack-Säfte! 

Kaufe einen Entsafter, das ist sowieso das BESTE was du tun kannst auch für dich liebe Mama und lieber Papa. 
Allein das kann schon ein Gamechanger sein. 🥳 💜

Der Juckreiz-Kratz-Teufelskreis

Kratzen verschlimmert die Neurodermitis:
Die Fingernägel beschädigen die ohnehin geschwächte Hautbarriere, wodurch Bakterien leichter eindringen und Entzündungen entstehen können.
Manche Kinder reiben sich stattdessen an Bettwäsche, Teppichen oder anderen Oberflächen – was ebenfalls zu Hautverletzungen und Infektionen führen kann.
Für Eltern ist genau das oft die größte Herausforderung im Alltag: das Kind vom Kratzen abzuhalten, ohne dabei zusätzlichen Stress aufzubauen.

Kindergarten und Schule: typische Stolpersteine

Neurodermitis wirkt sich häufig auch auf den Alltag in Kindergarten und Schule aus:

  • Ausschluss von Aktivitäten wie Schwimmen im gechlorten Wasser
  • Konzentrationsprobleme, oft als Folge der nächtlichen Schlafstörungen durch Juckreiz
  • Kinder mit Neurodermitis wirken teils auffällig lebhaft und aktiv – manche Eltern werden dadurch (oft fälschlicherweise) mit dem Thema ADHS konfrontiert
  • Sichtbare Hautveränderungen können zu Hänseleien oder Mobbing führen – das sollte nie ignoriert werden. Je besser ein Kind über seine eigene „Erkrankung“ Bescheid weiß, desto sicherer kann es damit umgehen und sich auch verbal wehren

Was im Alltag hilft

  • Konsequente Basispflege – mindestens zweimal täglich rückfettende, feuchtigkeitsbindende Cremes auftragen, das lindert Juckreiz und beugt Schüben vor (bitte keine Creme mit Chemie, tue nichts auf Haut und Haare was du nicht essen könntest!)
  • Kaisernatron Bäder oder Alternativ und sehr effektiv mit der weißen Mineralerde eine Paste machen und auf die Haut geben – trocknen lassen und nicht abwaschen sondern dann das getrocknete nur abstreichen. Es zieht die Gifte raus. Oder auch mit der weißen Mineralerde ein Bad machen. Probiere es aus. 
  • Baumwollkleidung und -bettwäsche statt kratzender synthetischer Stoffe
  • Kühles Schlafzimmer, gut gelüftet, mit ausreichend Luftfeuchtigkeit – Wärme verschlimmert den Juckreiz bei vielen Kindern
  • Nachts Baumwollhandschuhe, damit sich das Kind im Schlaf nicht unbewusst aufkratzt
  • Sitzplatz fern von Heizkörpern, auch im Kindergarten/Klassenzimmer, wenn möglich
  • Vor und nach dem Sport eincremen – Schweiß, Sand und Chlorwasser können die Haut zusätzlich reizen
  • Offen mit Erzieher:innen und Lehrer:innen sprechen, damit das Kind im Alltag die nötige Rücksicht und Unterstützung bekommt
  • das WICHTIGSTE was du beachten sollest, ist die Ernährung deines Kindes.
    Sei Vorbild – dein Kind „ahmt“ dich nach. Fertigprodukte, Weizenprodukte, Milchprodukte und viel Zucker sind die Hauptursachen für Neurodermitis und auch Heuschnupfen oder Asthma.
    Teste es 4-12 Wochen und du wirst überrascht sein – was sich verändert. Morgens statt Brot oder Haferflocken/Cornflakes, einen frisch gepressten Saft danach reife Früchte oder einen Chiapudding mit Früchten oben drauf. Lass dich gerne inspirieren von meinen Rezepten. 

Ich informiere – du entscheidest

Neurodermitis bei Kindern verändert sich mit jeder Lebensphase – und kein Kind muss mit Neurodermitis Erwachsen werden.
Leider gibt es viele Erwachsene die schon als Kind mit Neurodermitis kämpften, doch das muss nicht sein.
Ich durfte schon vielen Kindern helfen – doch ohne Eigenverantwortung der Eltern geht es nicht. 

Hilfe zur SELBSTHILFE – ein Recht das jedem zusteht!

Bist du bereit für diesen Schritt – deinem Kinde zuliebe? 

Nach oben scrollen